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Stimmen aus dem Odeïon: Sabina Hank

Was macht dieser Raum mit den Menschen, die auf seiner Bühne stehen? Zum Auftakt unserer neuen Reihe erzählt die Salzburger Sängerin und Pianistin Sabina Hank von Klang, Freiheit und einem Moment, den sie nicht vergisst.

Das Odeïon lebt von den Menschen, die es bespielen. Mit „Stimmen aus dem Odeïon“ starten wir eine Videoreihe, in der Künstlerinnen und Künstler, Weggefährtinnen und Weggefährten erzählen, was dieser Raum für sie bedeutet. Den Anfang macht Sabina Hank – Sängerin, Pianistin, Komponistin und Synästhetin aus Salzburg.

Pure Magie. Weil hier Kunst auf Klang, auf Architektur trifft und trotzdem dieser Gedanke von Freiheit überall mitschwingt, in jedem Eck.

Es ist dieses eine Wort, zu dem sie im Gespräch immer wieder zurückkehrt: Freiheit. Die Freiheit, sich über stilistische Grenzen hinweg auszudrücken. Sabina Hank hat im Odeïon mit großen Orchestern gespielt und allein am Klavier gesungen, sie hat hier ihre Vertonungen von Jura Soyfer aus dem Programm „Abendlieder“ mit Willi Resetarits aufgeführt. Und sie beschreibt jenen Moment, den alle kennen, die auf einer Bühne stehen: wenn der Funke überspringt und Publikum und Künstlerin eins werden.

Ihr schönster Moment im Odeïon aber ist ein leiser. Soundcheck am Nachmittag, 2014, vor dem letzten gemeinsamen „Abendlieder“-Konzert mit Willi Resetarits. Ihre damals zweieinhalbjährige Tochter sitzt im Publikum, löst sich plötzlich von der Betreuerin, kommt auf die Bühne und setzt sich ihrer Mutter auf den Schoß. Sabina Hank spielt weiter. „Weil da einfach alles zusammengekommen ist. Musik, Mama sein, Leben, Innigkeit, Nähe.“

Und das Odeïon in drei Worten?

Freiheit, Wertschätzung und Empathie.

Wir danken Sabina Hank für dieses Gespräch. Weitere Stimmen folgen.